Abgeschlossene Studien

TOSCA 2002 - 2007
Transformation des Sekundarschulsystems und akademische Karrieren
Allgemeine Zielsetzung
Im Zuge der sich in Deutschland ausdifferenzierenden Möglichkeiten, über unterschiedliche Bildungswege das Abitur zu erlangen, haben sich im Land Baden-Württemberg neben dem allgemein bildenden Gymnasium insbesondere die unterschiedlichen beruflichen Gymnasien etabliert. Mit dem TOSCA-Projekt sollen Fragen beantwortet werden, die sich auf die Öffnung des Sekundarschulsystems in Baden-Württemberg beziehen und dabei nicht nur den Übergang der beteiligten Schülerinnen und Schüler vom traditionellen und beruflichen Gymnasium in Studium und Beruf, sondern auch die Vergleichbarkeit des jeweils vergebenen Abiturs in den Blick nehmen.
Umfassendere Informationen zur Studie erhalten Sie unter http://www.tosca.mpg.de/
TOSCA 2002
TOSCA 2002 wurde im Schuljahr 2001/2002 im Abschlussjahrgang durchgeführt. Es wurden an 149 zufällig ausgewählten Gymnasien aus ganz Baden-Württemberg (89 allgemein bildende und 60 berufliche Gymnasien) insgesamt 4700 (ebenfalls in einem Zufallsverfahren bestimmte) Schülerinnen und Schüler kurz vor bzw. nach dem schriftlichen Abitur befragt. Die Untersuchung, die an einem Testvormittag an den Schulen stattfand, umfasste Fachleistungstests aus den Bereichen Mathematik und Englisch, Fragen zum soziokulturellen Hintergrund, zu Persönlichkeitsmerkmalen und zur geplanten Studien- und Berufswahl der Schülerinnen und Schüler. Neben den Schülerinnen und Schülern wurden auch deren Eltern, Schulleitungen und Lehrkräfte befragt.
TOSCA-Panel
TOSCA-Panel ist als Längsschnittstudie angelegt.
Die Schülerinnen und Schüler, die an der Erhebung TOSCA 2002 teilgenommen und ihr Interesse bekundet hatten, wurden mit den TOSCA-News über die ersten Ergebnisse und den Fortgang des Projektes im Winter 2002 und im Winter 2003 informiert.
Eine erste Folgebefragung wurde im Frühjahr 2004 in Form einer postalischen Befragung der Studienteilnehmer durchgeführt. Von 3030 angeschriebenen ehemaligen Schülerinnen und Schülern beteiligten sich 2316 an der Befragung. Sie wurden im Winter 2004 wiederum mit den TOSCA-News über die Ergebnisse und den weiteren Fortgang des Projektes informiert.
Eine zweite Folgebefragung fand im Frühjahr 2006 statt. Die damaligen Absolventinnen und Absolventen sollten nun ? vier Jahre nach dem Abitur ? Fragen zu ihrer derzeitigen Situation beantworten. Zum Beispiel, ob sie noch in Berufsausbildung oder Studium sind, welche beruflichen Erfahrungen sie bereits gemacht haben, wie zufrieden sie mit dem sind, was die Ausbildungsstätte, die Universität oder der Arbeitgeber bietet und wie sie sich und die Welt jetzt sehen.
TOSCA-Repeat 2006
In ihrem Aufbau und Design schließt die TOSCA-Repeat-Untersuchung direkt an die TOSCA-Untersuchung aus dem Jahr 2002 an. Die gymnasiale Oberstufe in Baden-Württemberg hat sich seit der letzten TOSCA-Erhebung an den Schulen im Jahre 2002 in einer Reihe von Aspekten weiterentwickelt. Aus wissenschaftlicher und bildungspolitischer Perspektive ist es von hoher Bedeutung, die Folgen dieser Veränderungen zu untersuchen. Entsprechend liegt ein besonderer Schwerpunkt auf dem Vergleich der Abiturientenjahrgänge aus 2002 und 2006.
Die Vorgängerstudie ?Transformation des Sekundarschulsystems und akademische Karrieren? (TOSCA) im Jahre 2002 hat weit über die Landesgrenzen Baden-Württembergs die Diskussion um die gymnasiale Oberstufe beeinflusst. So hat diese Studie u. a. auf die im Bundesvergleich guten Leistungen im Bereich der Mathematik hingewiesen, die Öffnung des Zugangs zur Hochschule durch die beruflichen Gymnasien hervorgehoben und das Studienwahlverhalten von Abiturienten im Detail untersucht; gleichzeitig hatte TOSCA auch auf eine Reihe von Optimierungsmöglichkeiten hingewiesen.
Im Rahmen der TOSCA-Repeat-Studie wurden ca. 6.400 Schülerinnen und Schüler des Abiturjahrgangs 2006 aus 90 allgemein bildenden und 70 beruflichen Gymnasien untersucht.
TOSCA-10
Das Ende der 10. Klassenstufe markiert für die meisten Schülerinnen und Schüler einen Zeitpunkt, an dem sie wichtige Entscheidungen über ihren weiteren Lebensweg treffen müssen. Mit der TOSCA-10-Studie wurde der Frage nach den Einflussfaktoren nachgegangen, die bei der Wahl des Übergangs in die berufliche oder schulische Ausbildung eine Rolle spielen.
Die erste Erhebung fand im Frühjahr 2007, kurz vor Abschluss der 10. Klasse, in 20 Gymnasial- und knapp 100 Realschulklassen in Baden-Württemberg statt.
Rund 3000 Schülerinnen und Schüler der 10. Klassenstufe, die sich bereit erklärt hatten, an der TOSCA-10-Studie teilzunehmen, nahmen an 20 Gymnasien und 47 Realschulen an der Studie teil.
Da die Entscheidung, was nach Abschluss der 10. Klassenstufe folgt, durch viele Dinge bestimmt wird, wurden die Schülerinnen und Schüler zum einen hinsichtlich ihrer weiteren Lebensplanung und den Faktoren befragt, die bei der Entscheidung eine Rolle gespielt haben. Zum anderen wurden Aufgaben aus den Bereichen Mathematik, Deutsch, Englisch, Wirtschaft und Technik eingesetzt, um zu klären, welche Rolle die Kenntnisse und Interessen der Jugendlichen für deren Übergangsentscheidungen spielen.
Um weitere wichtige Einflussfaktoren zu berücksichtigen, wurden zudem auch die Eltern und Lehrkräfte der teilnehmenden Schülerinnen und Schülern in die Studie einbezogen.
Etwa 18 Monate nach der ersten TOSCA-10-Erhebung wird eine weitere Befragung erfolgen, mit der untersucht werden soll, wie die nachfolgenden Ausbildungsstufen durchlaufen werden, inwieweit die Studienteilnehmerinnen und Studienteilnehmer mit der getroffenen Wahl frieden sind, inwieweit sie neue Kenntnisse erworben und sich ihre Interessen verändert haben.
Aufgaben des IEA DPC bei der Durchführung der Studie
Das IEA DPC ist zur Unterstützung der TOSCA-Studie mit folgenden Aufgaben betraut:
- Schul- und Schülerstichprobenziehung (Abteilung Stichprobenziehung)
- Planung des Projektverlaufs, Schulkoordination, Manualerstellung,
Testleiterausbildung und -koordination (Abteilung Feldarbeit) - Kodierung offener Antworten (Abteilung Kodierung)
- Scannergestützte Datenerfassung (Abteilung Nationales Datenmanagement)
Kontakt
Svenja Bundt
IEA Data Processing and Research Center
TOSCA-Studie
Mexikoring 37
22297 Hamburg
Telefon: +49 40 48 500 601
Telefax: +49 40 48 500 608
E-Mail: tosca
iea-dpc.de

