Abgeschlossene Studien

StEG 2005 - 2009
Studie zur Entwicklung von Ganztagsschulen
Allgemeine Zielsetzung
Beim StEG-Projekt handelt es sich um ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziell gefördertes, länderübergreifendes unabhängiges Forschungsprojekt zur Entwicklung von Schulen in Ganztagsform und schulischen Ganztagsangeboten in Deutschland. Ziel ist es, die Entstehung und Einführung von Ganztagsschulen und -angeboten zu evaluieren, um Erkenntnisse zur Qualität der Schulorganisation sowie Schul- und Lernkultur zu gewinnen und mögliche Effekte ganztägiger Angebote identifizieren zu können. Zudem soll eine empirisch gesicherte Basis geschaffen werden, um einen Wissenstransfer für ganztägige Schulen im Hinblick auf pädagogisch-organisatorische Gestaltungsansätze und Entwicklungsverläufe zu ermöglichen.
Umfassende Informationen zur Studie erhalten Sie auf der StEG-Homepage.
Erhebungszeitpunkte
Die StEG-Erhebung ist als Längsschnittuntersuchung mit drei Erhebungszeitpunkten angelegt. Die Eingangserhebung 2005 diente dabei der Bestandsaufnahme. Im Februar/März 2007 fand die so genannte Zwischenerhebung statt, in der vor allem modulspezifische Vertiefungen (Organisations- und Unterrichtskultur, Freizeit, Familie, Kooperationsstrukturen und systemische Auswirkungen) untersucht wurden. Im Februar/März 2009 erfolgt nun die Abschlusserhebung, in deren Mittelpunkt mittelfristige Qualitätsveränderungen (wie z. B. in den Bereichen Qualität der Schulkultur und Schulorganisation, der Lernkultur und des Unterrichts) stehen.
Stichprobe
An dem Projekt beteiligen sich 14 Bundesländer mit jeweils mindestens 12 Schulen im Sekundar- oder Primarbereich. In der Erhebung werden neben einem Schülerfragebogen ein Schulleitungsfragebogen, ein Fragebogen für die Lehrkräfte, ein Fragebogen für das weitere pädagogisch tätige Personal, ein Elternfragebogen und ein Fragebogen für die Kooperationspartner der Schule eingesetzt.
In Grundschulen, in denen der Primarbereich vier Jahrgangstufen (Klasse 1 bis 4) umfasst, findet keine Längsschnittuntersuchung statt. Hier werden in jeder Erhebungsrunde jeweils zwei 3. Klassen per Zufallsverfahren für die Teilnahme an der Untersuchung ausgewählt.
In den meisten Schulen wurden 2005 im Sekundarbereich pro Schule jeweils zwei Klassen aus den Jahrgängen fünf, sieben und neun für die StEG-Erhebung zufällig ausgewählt. In der zweiten Erhebungsrunde (2007) nahmen alle ehemaligen Fünft- und Siebklässler, von denen sich im Erhebungszeitraum die meisten in den Jahrgängen sieben bzw. neun befanden, erneut an der StEG-Untersuchung teil. Hinzu kamen an diesen Schulen zwei 5. Klassen, die per Zufallsverfahren ausgewählt wurden. Bei der dritten und letzten Erhebungsrunde kommen wiederum zwei zufällig ausgewählte 5. Klassen neu hinzu. In den Jahrgängen sieben und neun werden jeweils die beiden Klassen identifiziert, in denen aktuell jeweils die Majorität der Schülerinnen und Schüler ist, die 2007 schon an der StEG-Untersuchung teilgenommen haben. Diese so genannten Majoritätsklassen werden um die Schülerinnen und Schüler aufgefüllt, die bisher nicht an StEG beteiligt waren. Die Schülerinnen und Schüler, die aktuell nicht in einer der Majoritätsklassen sind, 2007 oder auch 2005 jedoch an StEG teilgenommen haben, werden sowohl in Jahrgang sieben als auch in Jahrgang neun jeweils zu einer so genannten Restgruppe zusammengefasst.
In den Bundesländern, in denen der Primarbereich sechs Jahrgangsstufen umfasst (Klasse eins bis sechs), wurden 2005 im Primarbereich jeweils zwei 3. und 5. Klassen pro Schule, im Sekundarbereich jeweils zwei 7. und 9. Klassen pro Schule für die StEG-Untersuchung zufällig ausgewählt. Hier nahmen 2007 jeweils die ehemaligen Drittklässler plus zwei neu hinzugezogene 3. Klassen (Primarbereich) und die ehemaligen Siebtklässler sowie zwei neu hinzugezogene 7. Klassen (Sekundarbereich) an der zweiten Erhebungswelle in 2007 teil.
Studienleitung
Die StEG-Studie wird unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Eckhard Klieme (DIPF), Prof. Dr. Heinz Günter Holtappels (IFS) und Prof. Dr. Thomas Rauschenbach (DJI) durchgeführt.
Aufgaben des IEA DPC bei der Durchführung der Studie
Das IEA DPC übernimmt im Rahmen der StEG-Erhebung seit 2005 die Vorbereitung und Durchführung der Feldarbeit sowie die Datenerfassung und -verarbeitung.
Kontakt
Anja Waschk
IEA Data Processing and Research Center
STEG-Studie
Mexikoring 37
22297 Hamburg
Telefon: +49 40 48 500 604
Telefax: +49 40 48 500 501
E-Mail: steg
iea-dpc.de

