Aktuelle Studien

PISA 2000 - 2012
Programme for International Student Assessment
Allgemeine Zielsetzung
Die Bundesrepublik Deutschland beteiligt sich auf Beschluss der Kultusminister der Länder an der internationalen Schulleistungsstudie PISA (Programme for International Student Assessment). PISA ist Teil des Indikatorenprogramms INES (Indicators of Educational Systems) der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Das Programm soll den OECD-Mitgliedstaaten auf periodischer Grundlage vergleichende Daten über die Leistungsfähigkeit ihrer Bildungssysteme zur Verfügung stellen.
PISA ist eine zyklisch durchgeführte Studie und erhebt Leistungen über alle Schulformen in den Bereichen Leseverständnis, Mathematik und Naturwissenschaften.
Umfassende Informationen zur internationalen PISA-Studie finden Sie unter: http://www.pisa.oecd.org.
PISA 2000 (erster Zyklus)
Die Daten des ersten Zyklus wurden im Mai/Juni 2000 erhoben. Schwerpunkt dieser ersten Erhebung war der Bereich Lesekompetenz (engl. Reading Literacy); mathematische Kompetenzen (engl. Mathematical Literacy) und naturwissenschaftliche Grundbildung (engl. Science Literacy) bildeten dabei Nebenkomponenten.
Nationale Erweiterung in 2000
In Deutschland wurde die altersbasierte Stichprobe um eine jahrgangsbasierte Stichprobe erweitert. Zusätzlich zu den 15-Jährigen wurden weitere Schülerinnen und Schüler getestet, die sich in der neunten Klasse befanden und nicht 15-jährig waren. Auf diese Weise konnten auch Erkenntnisse über die Leistungsfähigkeit der Jugendlichen am Ende der Sekundarstufe I gewonnen werden.
Um die Situation in den einzelnen Ländern Deutschlands besser beschreiben zu können, wurde die Schulstichprobe über den international geforderten Rahmen hinaus erweitert. An PISA 2000 nahmen in Deutschland nahezu 1500 Schulen teil.
Für alle Schulen gab es darüber hinaus einen zweiten Testtag, an dem nationale Testhefte und Fragebögen eingesetzt wurden.
PISA 2003 (zweiter Zyklus)
Im Mittelpunkt des Interesses standen hier mathematische Kompetenzen von 15-Jährigen und Neuntklässlern.
Nationale Erweiterung 2003
PISA 2003 umfasste wie bereits schon der erste Zyklus einen zweiten nationalen Testtag und in einigen ausgewählten Schulen auch einen dritten Testtag (computergestütztes Problemlösen). Der zweite Testtag beinhaltete nationale Leistungstests mit neu entwickelten Testaufgaben und Fragebögen.
PISA 2006 (dritter Zyklus)
Verantwortlich für die wissenschaftliche Leitung der PISA-Studie 2006 in Deutschland war ein nationales Konsortium unter der Federführung von Prof. Dr. Manfred Prenzel, Leibniz Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften (IPN), Universität Kiel.
In PISA 2006 standen naturwissenschaftliche Kenntnisse und Fähigkeiten von 15-Jährigen und Neuntklässlern im Mittelpunkt. Mathematische Kompetenzen und Lesekompetenzen bildeten Nebenkomponenten dieses Zyklus zur Erhebung von Trenddaten. Die Schülerinnen und Schüler bearbeiteten Aufgaben
- aus den Naturwissenschaften, die das Verständnis naturwissenschaftlicher Begriffe, Denk- und Arbeitsweisen erfordern,
- aus der Mathematik, in denen mathematisches Verständnis zur Lösung von Problemen genutzt werden muss und
- zum Leseverständnis, in denen es darum geht, Informationen aus Texten zu entnehmen, sie zu nutzen und zu bewerten.
Nationale Erweiterung 2006
Auch im dritten Zyklus hat das deutsche Konsortium die internationale Untersuchung durch eine Reihe nationaler Optionen ergänzt. Wie in den Erhebungen der Jahre 2000 und 2003 gab es auch im Erhebungsjahr 2006 an allen PISA-Schulen einen zweiten Testtag. Dieser Testtag wurde im Auftrag der Kultusministerkonferenz für die Normierung von Aufgaben im Rahmen der zu entwickelnden nationalen Bildungsstandards für den Mittleren Schulabschluss im Fach Mathematik genutzt.
PISA 2009 (vierter Zyklus)
Im vierten PISA-Zyklus stand wieder die Lesekompetenz 15-jähriger Schülerinnen und Schüler im Vordergrund. Die wissenschaftliche Leitung der PISA-Erhebung 2009 lag in Deutschland bei einem nationalen Konsortium unter der Federführung von Prof. Dr. Eckhard Klieme, Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF), Frankfurt.
PISA 2012 (fünfter Zyklus)
PISA 2012 wurde weltweit in 68 Staaten durchgeführt. In diesem fünften PISA-Zyklus stand zum zweiten Mal die mathematische Grundbildung 15-jähriger Schülerinnen und Schüler im Vordergrund. Zusätzlich kamen Aufgaben aus den Bereichen Lesen, Naturwissenschaften und Problemlösen zum Einsatz. Ein Teil der Aufgaben wurde computergestützt bearbeitet.
Das neu gegründete Zentrum für internationale Bildungsvergleichsstudien (ZIB) an der TU München übernahm unter der Leitung von Prof. Dr. Manfred Prenzel das nationale Projektmanagement für PISA 2012 in Deutschland.
In der Voruntersuchung (Feldtest), die 2011 stattfand, wurden neu entwickelte Testaufgaben und -verfahren erprobt. Anhand der Befunde des Feldtests wurde entschieden, welche Testaufgaben und -verfahren in der PISA Haupterhebung 2012 verwendet werden sollten. Hierbei wurde besonders darauf geachtet, dass die Ergebnisse der teilnehmenden Staaten international vergleichbar sind.
Die Ergebnisse der Haupterhebung PISA 2012 sollen letztlich Rückschlüsse darauf zulassen, inwieweit sich die im Anschluss an PISA 2003 in Angriff genommenen Veränderungen des deutschen Bildungssystems in einer Veränderung des Leistungsniveaus zeigen. Weiterhin sollen die Bedingungen des Kompetenzerwerbs analysiert werden.
PISA Plus 2013
PISA Plus ist als Folgeuntersuchung zur Haupterhebung PISA 2012 angelegt und zielt darauf ab, Lern- und Leistungsentwicklungen von Schülerinnen und Schülern innerhalb eines Schuljahres zu erfassen. Demzufolge sind dieselben Schülerinnen und Schüler für die Erhebung vorgesehen, die bereits für die Haupterhebung PISA 2012 ausgewählt waren.
Die wissenschaftliche Leitung für PISA Plus liegt bei der School of Education an der TU München (TUM) unter der Leitung von Prof. Dr. Manfred Prenzel.
Aufgaben des IEA DPC bei der Durchführung der Studie
Das IEA Data Processing and Research Center ist für die Feldarbeit, die gesamte Kodierung, die Datenerfassung und -verarbeitung zuständig.
Kontakt
Anja Waschk
IEA Data Processing and Research Center
PISA-Studie Deutschland
Mexikoring 37
22297 Hamburg
Telefon: +49 40 48 500 604
Telefax: +49 40 48 500 608
E-Mail: pisa
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