IEA DPCStudienAbgeschlossene StudienPISA 2003

PISA 2000 - 2009

Programme for International Student Assessment

Allgemeine Zielsetzung

Die Bundesrepublik Deutschland beteiligt sich auf Beschluss der Kultusminister der Länder an der internationalen Schulleistungsstudie PISA (Programme for International Student Assessment). PISA ist Teil des Indikatorenprogramms INES (Indicators of Educational Systems) der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Das Programm soll den OECD-Mitgliedstaaten auf periodischer Grundlage vergleichende Daten über die Leistungsfähigkeit ihrer Bildungssysteme zur Verfügung stellen.

PISA ist eine zyklisch durchgeführte Studie und erhebt Leistungen über alle Schulformen in den Bereichen Leseverständnis, Mathematik und Naturwissenschaften.

Umfassende Informationen zur internationalen PISA-Studie finden Sie unter: http://www.pisa.oecd.org.

PISA 2000 (erster Zyklus)

Die Daten des ersten Zyklus wurden im Mai/Juni 2000 erhoben. Schwerpunkt dieser ersten Erhebung war der Bereich Lesekompetenz (engl. Reading Literacy); mathematische Kompetenzen (engl. Mathematical Literacy) und naturwissenschaftliche Grundbildung (engl. Science Literacy) bildeten dabei Nebenkomponenten.

Nationale Erweiterung in 2000
In Deutschland wurde die altersbasierte Stichprobe um eine jahrgangsbasierte Stichprobe erweitert. Zusätzlich zu den 15-Jährigen wurden weitere Schülerinnen und Schüler getestet, die sich in der neunten Klasse befinden und nicht 15-jährig sind. Auf diese Weise konnten auch Erkenntnisse über die Leistungsfähigkeit der Jugendlichen am Ende der Sekundarstufe I gewonnen werden.

Um die Situation in den einzelnen Ländern Deutschlands besser beschreiben zu können, wurde die Schulstichprobe über den international geforderten Rahmen hinaus erweitert. An PISA 2000 nahmen in Deutschland nahezu 1500 Schulen teil.

Für alle Schulen gab es darüber hinaus einen zweiten Testtag, an dem nationale Testhefte und Fragebögen eingesetzt wurden.

PISA 2003 (zweiter Zyklus)

Im Mittelpunkt des Interesses standen hier mathematische Kompetenzen von 15-Jährigen und Neuntklässlern.  

Nationale Erweiterung 2003
PISA 2003 umfasste wie bereits schon der erste Zyklus einen zweiten nationalen Testtag und in einigen ausgewählten Schulen auch einen dritten Testtag (computergestütztes Problemlösen). Der zweite Testtag beinhaltete nationale Leistungstests mit neu entwickelten Testaufgaben und Fragebögen.

PISA 2006 (dritter Zyklus)

Verantwortlich für die wissenschaftliche Leitung der PISA-Studie 2006 in Deutschland ist ein nationales Konsortium unter der Federführung von Prof. Dr. Manfred Prenzel, Leibniz Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften (IPN), Universität Kiel.

In PISA 2006 standen naturwissenschaftliche Kenntnisse und Fähigkeiten von 15-Jährigen und Neuntklässlern im Mittelpunkt. Mathematische Kompetenzen und Lesekompetenzen bildeten Nebenkomponenten dieses Zyklus zur Erhebung von Trenddaten. Die Schülerinnen und Schüler bearbeiteten Aufgaben

  • aus den Naturwissenschaften, die das Verständnis naturwissenschaftlicher Begriffe, Denk- und Arbeitsweisen erfordern,
  • aus der Mathematik, in denen mathematisches Verständnis zur Lösung von Problemen genutzt werden muss und
  • zum Leseverständnis, in denen es darum geht, Informationen aus Texten zu entnehmen, sie zu nutzen und zu bewerten.

Nationale Erweiterung 2006
Auch im dritten Zyklus hat das deutsche Konsortium die internationale Untersuchung durch eine Reihe nationaler Optionen ergänzt. Wie in den Erhebungen der Jahre 2000 und 2003 gab es auch im Erhebungsjahr 2006 an allen PISA-Schulen einen zweiten Testtag. Dieser Testtag wurde im Auftrag der Kultusministerkonferenz für die Normierung von Aufgaben im Rahmen der zu entwickelnden nationalen Bildungsstandards für den Mittleren Schulabschluss im Fach Mathematik genutzt.

PISA 2009 (vierter Zyklus)

Im vierten PISA-Zyklus, der zurzeit vorbereitet wird, steht wieder die Lesekompetenz 15-jähriger Schülerinnen und Schüler im Vordergrund. Die wissenschaftliche Leitung der PISA-Erhebung 2009 liegt in Deutschland bei einem nationalen Konsortium unter der Federführung von Prof. Dr. Eckhard Klieme, Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF), Frankfurt.

Aufgaben des IEA DPC bei der Durchführung der Studie

Das IEA Data Processing and Research Center ist für die Feldarbeit, die gesamte Kodierung, die Datenerfassung und -verarbeitung zuständig.

Kontakt

Anja Waschk
IEA Data Processing and Research Center
PISA-Studie Deutschland
Mexikoring 37
22297 Hamburg

Telefon: +49 40 48 500 604
Telefax: +49 40 48 500 608
E-Mail: pisa(alt)iea-dpc.de

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