Abgeschlossene Studien

PALMA 2002 - 2008
Projekt zur Analyse der Leistungsentwicklung in Mathematik
Allgemeine Zielsetzung
Von großen Schulleistungsstudien wie TIMSS oder PISA wird oftmals erwartet, dass sie nicht nur die jeweiligen Leistungsstände der Schülerinnen und Schüler beschreiben, sondern darüber hinaus auch Aufschlüsse über Ursachen von festgestellten Defiziten geben sowie Ansätze für mögliche Interventionsmaßnahmen aufzeigen. Die querschnittliche Anlage dieser Studien lässt dieses aber oft nur in sehr begrenztem Maße zu. Daher scheinen zusätzliche längsschnittlich angelegte Studien sinnvoll, die große Studien wie PISA um entwicklungs-, bedingungs- und interventionsorientierte Analysen ergänzen.
In diesem Kontext ist die PALMA-Studie der Universitäten München und Regensburg zu sehen, die von 2002 bis 2008 in jährlichen Erhebungen an 45 bayerischen Schulen aus den Schulformen Hauptschule, Realschule und Gymnasium die Entwicklung der Schülerleistungen im Bereich Mathematik erhoben hat. Die zentralen Ziele des Projekts waren dabei einerseits, Entwicklungsverläufe, individuelle Voraussetzungen und Kontextbedingungen von Mathematikleistungen zu analysieren und andererseits, auf der Basis dieser Analysen konkrete Interventionsmaßnahmen zur Förderung dieser Leistungen zu entwickeln.
Umfassende Informationen zur Studie finden Sie bei der LMU und unter http://www.palma-projekt.de/.
Stichprobe
In jeder der am Längsschnitt beteiligten Schulen wurden die Schüler zweier zufällig ausgewählter 5. Klassen über sechs Jahre hinweg jährlich immer wieder getestet und befragt. In der Erhebung wurden neben einem Mathematiktest ein Fragebogen für die unterrichtenden Mathematiklehrkräfte, ein ausführlicher Schülerfragebogen und ein kurzer Elternfragebogen eingesetzt.
Die auf Bayern begrenzte PALMA-Studie war inhaltlich und personell an den zweiten Zyklus der internationalen PISA-Studie gekoppelt, da die wissenschaftlich Verantwortlichen ebenfalls dem nationalen PISA-Konsortium angehörten bzw. an der Entwicklung von Fragebögen und Testheften für PISA 2003 beteiligt waren.
Studienleitung
Die PALMA-Studie wird unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Reinhard Pekrun, Institut für Pädagogische Psychologie der Universität München und Prof. Rudolf vom Hofe, Didaktik der Mathematik, Universität Regensburg durchgeführt. Das Projekt wird durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert und wurde vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus genehmigt.
Aufgaben des IEA DPC bei der Durchführung der Studie
Das IEA Data Processing and Research Center übernimmt im Rahmen der PALMA-Studie seit 2002 stets die Vorbereitung und Durchführung der Feldarbeit.
Kontakt
Svenja Bundt
IEA Data Processing and Research Center
PALMA-Studie
Mexikoring 37
22297 Hamburg
Telefon: +49 40 48 500 601
Telefax: +49 40 48 500 608
E-Mail: palma
iea-dpc.de

