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EBAFLS

Building a European Bank of Anchor Items for Foreign Language Skills

Allgemeine Zielsetzung

Das EBAFLS-Projekt hatte zum Ziel, eine europäische Datenbank für Testaufgaben zum Lese- und Hörverständnis in den Fremdsprachen Deutsch, Englisch und Französisch auf empirischer Basis zu entwickeln, bezugnehmend auf den Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen. Die Datenbank sollte Testaufgaben enthalten, welche den Prüfungstraditionen der teilnehmenden Länder entsprechen und kulturell ?fair? sind. Als empirische Grundlage dienten zwei Untersuchungswellen (2006 und 2007) in acht europäischen Ländern.

Umfassende Informationen zu EBAFLS erhalten Sie bei dem CITO-Institut, das seinen Sitz in Arnheim in den Niederlanden hat.

In Deutschland wurden die Erhebungen an Gymnasien in Rheinland-Pfalz durchgeführt.

Bei der ersten Erhebungswelle (im April 2006) waren an den Tests zum Hörverständnis jeweils 750 Schüler in der 9. Jahrgangsstufe in Englisch und in der 11. Jahrgangstufe in Französisch,  bei der zweiten Welle (im Februar 2007) jeweils 200 Schüler beteiligt.

In Hamburg untersuchte eine Zusatzstudie den Zusammenhang zwischen Mehrsprachigkeit und Fremdsprachenkompetenz von Schülern mit Migrationshintergrund.

Zusatzstudie in Hamburg

Ziel der deutschen Zusatzstudie des internationalen EBAFLS-Projekts war es, zur Aufklärung des Zusammenhangs zwischen Herkunftssprachkompetenz, Unterrichts- und Instruktionssprachenkompetenz und Fremdsprachenkompetenz in der ersten institutionell erlernten Fremdsprache bei Schülern mit Migrationshintergrund beizutragen. Um die Frage nach Zusammenhängen zwischen sprachlichen Fähigkeiten bei Schülern mit Migrationshintergrund zu beantworten, sollten exemplarisch Schüler mit Türkisch als Herkunftssprache in Türkisch, Deutsch (der Unterrichts- und Verkehrssprache) und Englisch (der ersten institutionell erlernten Fremdsprache) getestet werden. Es wurde überprüft, ob, und wenn ja unter welchen Bedingungen, Mehrsprachigkeit zum Erfolg beim Fremdsprachenlernen beitragen kann. Hierzu wurden die persönliche Sprachbiographie und der familiäre Hintergrund der Schüler erfragt. Strukturelle Zusammenhänge zwischen Sprachbiographie und Sprachkompetenzen sollten zwischen mehrsprachig (Türkisch/Deutsch) und monolingual (Deutsch) Aufgewachsenen verglichen werden.

Zur Messung der Sprachkompetenzen wurden standardisierte Leseverständnistests in den drei Sprachen Türkisch, Deutsch und Englisch herangezogen. Das Türkische wurde mit Hilfe eines adaptiven, computerbasierten Türkisch-Leseverständnistests (TurCat) getestet, der vom CITO-Institut in den Niederlanden entwickelt wurde und in Deutschland bereits in Nordrhein-Westfalen erprobt ist. Der Deutsch- und der Englisch-Leseverständnistest stammten aus dem Projekt ?Deutsch-Englisch Schülerleistungen International? (DESI).

Im April/Mai 2007 wurden in Hamburg ca. 250 Schüler mit Türkisch als Herkunftssprache und ca. 250 Mitschüler mit Deutsch als Herkunftssprache in der Jahrgangsstufe 9 an Gymnasien, Gesamtschulen und Realschulen getestet.

Studienleitung

Der in Deutschland durchzuführende Teil wird vom Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF)  in Frankfurt am Main wissenschaftlich und organisatorisch geleitet.

Aufgaben des IEA DPC bei der Durchführung der Studie

Das IEA Data Processing and Research Center in Hamburg wurde mit der Feldarbeit betraut. In der Zusatzstudie übernahm das DPC außerdem die Kodierung und die Verarbeitung der Daten.

Kontakt

Dr. Steffen Knoll & Guido Martin
IEA Data Processing and Research Center
EBAFLS-Studie
Mexikoring 37
22297 Hamburg

Telefon: +49 40 48 500 605/612
Telefax: +49 40 48 500 501
E-Mail: ebafls(alt)iea-dpc.de

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