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ICILS 2013

International Computer and Information Literacy Study

 

Allgemeine Zielsetzung

Die IEA-Studie International Computer and Information Literacy Study (ICILS) 2013 untersucht die computer- und informationsbezogenen Kompetenzen (computer and information literacy, CIL) von Schülern in unterschiedlichen Ländern. Mit CIL wird die Fähigkeit des Einzelnen bezeichnet, mithilfe eines Computers zu recherchieren, zu kreieren und zu kommunizieren, um sich zu Hause, in der Schule, am Arbeitsplatz und in der Gemeinschaft wirkungsvoll einzubringen. Im Rahmen von ICILS wird untersucht, wie gut die Schüler auf ein Leben im Informationszeitalter vorbereitet sind. Es sollen verschiedene Kernfragen über die CIL der Schüler sowie zu den Kontexten von CIL beantwortet werden:

  • Welche Unterschiede bestehen zwischen den einzelnen Ländern im Hinblick auf die computer- und informationsbezogenen Kompetenzen der Schüler?
  • Welche Faktoren haben Einfluss auf die computer- und informationsbezogenen Kompetenzen der Schüler?
  • Was können Bildungssysteme und Schulen tun, um die computer- und informationsbezogenen Kompetenzen der Schüler zu fördern?

Untersuchungspopulation

Die Untersuchungspopulation umfasst alle Schüler der achten Klassenstufe, sofern das Durchschnittsalter zum Zeitpunkt der Erhebung mindestens 13,5 Jahre beträgt. In den meisten Ländern ist die untersuchte Klassenstufe die achte Klasse bzw. deren jeweilige nationale Entsprechung. Auch die Lehrer der Schüler werden in die Untersuchung einbezogen.

Eingesetzte Instrumente

Die CIL werden authentisch und computergestützt erhoben, wobei drei verschiedene Aufgabenarten eingesetzt werden: (i) Multiple-Choice-Fragen oder Fragen mit offenem Antwortformat zu wirklichkeitsnahem Stimulusmaterial, (ii) Simulationen generischer Softwareanwendungen, bei denen die Schüler entsprechend einer Anweisung eine Aktion ausführen sollen, und (iii) realitätsnahe Aufgabenstellungen, bei denen die Schüler mithilfe von Life-Software Informationsprodukte bearbeiten und erzeugen sollen.

Mit einem Schülerfragebogen werden Informationen über die Computer-Nutzung in und außerhalb der Schule und über die Einstellung zur Technik sowie Eigenangaben über Computerkenntnisse und Hintergrundinformationen gesammelt. Mit Lehrer- und Schulfragebögen werden Daten über Computernutzung, EDV-Ausstattung und relevante Maßnahmen und Praktiken der jeweiligen Schule gesammelt. Einige der Fragen sind dabei mit der IEA-Studie SITES 2006 verknüpft. Mit einer begleitenden Studie über den landesspezifischen Kontext werden systemische Daten zu bildungspolitischen Maßnahmen und Praktiken zur Entwicklung von CIL, zur Sachkompetenz der Lehrer und zur Ausstattung der Schulen mit digitaler Technik erhoben.

Teilnehmende Bildungssysteme

Folgende Bildungssysteme beteiligen sich an ICILS: Australien, Chile, Dänemark, Deutschland, Israel, Kanada, Korea, Kroatien, Litauen, Niederlande, Norwegen, Polen, Russische Föderation, Schweiz, Slowakische Republik, Slowenien, SVR Hongkong, Thailand, Tschechische Republik, Türkei.

Ablauf der Studie

Der Startschuss für ICILS fiel im Juni 2010 beim ersten Treffen der nationalen Studienkoordinatoren. Die Erarbeitung des theoretischen Rahmenkonzepts und der Instrumente der Studie begann 2010 und wurde 2011 fortgeführt, parallel zur Pilotierung der Befragungsinstrumente. Der Feldtest wurde für die erste Hälfte des Jahres 2012 angesetzt, die Haupterhebung für die Länder der nördlichen bzw. südlichen Hemisphäre für Anfang bzw. Ende 2013. Der internationale Bericht soll Ende 2014 veröffentlicht werden, der technische Bericht und die öffentlich zugängliche Datenbank Anfang 2015.

Studienleitung und Kooperationspartner

Der Australian Council for Educational Research (ACER) fungiert als internationales Studienzentrum. Wie bei anderen IEA-Studien handelt es sich auch bei ICILS um eine gemeinsame Studie des Projektmanagement-Teams des internationalen Studienzentrums, des IEA Sekretariats, des IEA Data Processing and Research Center (DPC) sowie der nationalen Studienzentren der teilnehmenden Länder.

Aufgaben des IEA DPC bei der Durchführung der Studie

Bei ICILS sind die Stichprobenabteilung und die Abteilung Internationale Studien des IEA DPC für die folgenden Aufgaben zuständig:

  • Stichprobenziehung und Gewichtung in enger Zusammenarbeit mit dem für ICILS bestimmten Stichprobenziehungsgutachter
  • Erarbeitung von Erhebungsprozeduren und Erstellung von Anleitungen (in Zusammenarbeit mit dem internationalen Studienzentrum)
  • Entwicklung von technischen Systemen und Software für die Stichprobenziehung innerhalb der Schulen, für die Online-Datenerhebung, die Datenerfassung und die Berufekodierung
  • Erstellung internationaler Codebooks zur Datenerfassung
  • Verifizierung und Einrichten von Online-Instrumenten (Schul-, ICT-Koordinatoren- und Lehrer-Fragebogen)
  • Durchführung von Schulungen zu Datenmanagement und Erhebungsprozeduren
  • Unterstützung teilnehmender Länder bei Stichprobenziehung und Datenmanagement
  • Datenverarbeitung und Datenbereinigung
  • Erstellung der internationalen Datenbank und der zugehörigen Dokumentation
  • Durchführung von Seminaren zur Analyse der internationalen Datenbank

Weitere Informationen

Weitere Informationen zu ICILS finden Sie auf http://www.iea.nl/icils_2013.html (IEA-Sekretariat) und http://icils2013.acer.edu.au/ (internationales Studienzentrum).

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