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IGLU 2001 - 2006

Internationale Grundschul-Lese-Untersuchung

Allgemeine Zielsetzung

Bereits im Jahr 2001 hatte sich die Bundesrepublik Deutschland auf Beschluss der Kultusministerkonferenz der Länder (KMK) an der internationalen PIRLS-Studie (Progress in International Reading Literacy Study) beteiligt, die in Deutschland unter der Bezeichnung Internationale Grundschul-Lese-Untersuchung (IGLU) durchgeführt wurde. Auch am zweiten Zyklus der Studie im Jahr 2006 hat Deutschland teilgenommen. Die IGLU-Studie erfasst mit einer im internationalen Vergleich für Deutschland repräsen­tativen Stichprobe die Lesekompetenz von Grundschülern der vierten Jahrgangsstufe.

Umfassende Informationen zur Studie finden Sie unter http://pirls.bc.edu/.

Stichprobe

Um sich international repräsentativ vergleichen zu können, benötigt Deutschland eine Stichprobe von ca. 170 Grundschulen. In IGLU 2006 wurde diese Stichprobe für die Hauptuntersuchung auf 410 Schulen aufgestockt, um zusätzlich einen Vergleich zwischen den einzelnen Bundesländern zu ermöglichen.

Studienleitung

Die PIRLS/IGLU-Studie wurde auf internationaler Ebene von der IEA (International Association for the Evaluation of Educational Achievement) initiiert und unter der Leitung des Boston College (USA) und des IEA Headquarter in Amsterdam (NL) durchgeführt.

Verantwortlich für die wissenschaftliche Leitung der IGLU-Studie in Deutschland ist ein nationales Konsortium unter der Federführung von Prof. Dr. Wilfried Bos, Institut für Schulentwicklungsforschung (IfS), Universität Dortmund.

Nationale Erweiterungen der IGLU-Studie

Sowohl in 2001 wie auch in 2006 wurde die IGLU-Studie in Deutschland zusätzlich zum eigentlich internationalen Kern um nationale Tests und Fragebögen ergänzt:

In 2001 umfasste ein zweiter Testtag verschiedene Tests aus den Bereichen Rechtschreibung, kreatives Schreiben, Mathematik und Naturwissenschaften. Außerdem wurden nationale Zusatzfragen in die unterschiedlichen Fragebögen für Schüler, Eltern und Lehrkräfte aufgenommen.

In 2006 wurde das internationale PIRLS/IGLU-Design in doppelter Hinsicht erweitert: Außer zusätzlichen Tests zur Rechtschreibung und ergänzenden Fragebogenteilen gab es einen zweiten Testtag, der der Pilotierung neu entwickelter Testaufgaben für die Bildungsstandards Deutsch und Mathematik (Primarbereich) diente. Eine weitere Erweiterung des Untersuchungsdesigns bestand in Hinblick auf die Klassenstichprobe innerhalb der 410 beteiligten Schulen, in denen außer der einen vierten Klasse, die zwei Testtage absolvierte, auch eine dritte Klasse ausgewählt wurde, die nur an der Pilotierung der Bildungsstandardsaufgaben beteiligt war.

Die Pilotierung der Aufgaben zu den Bildungsstandards Deutsch und Mathematik lief in der Verantwortung von Prof. Dr. Olaf Köller, Institut für Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB), Berlin.

Aufgaben des IEA DPC bei der Durchführung der Studie

Das IEA Data Processing and Research Center war bei IGLU 2001 und 2006 im Auftrag der wissenschaftlichen Studienleitung für die Feldarbeit, die gesamte Kodierung und die Datenerfassung und -verarbeitung zuständig.